Chiemseebahn words
Seite 00 Dokumenation
Dokumentation zur Dampflokomotive Chiemseebahn
Herzlichen Glückwunsch zum Erwerb dieser wunderschönen Lokomotive. Wir bedanken uns für das Vertrauen, das Sie unseren Produkten entgegenbringen. Diese Maschine haben Sie als Bausatz
erworben. Sie werden hier einiges an Arbeit investieren müssen, aber es wird auch viel Freude bereiten.
Die Chiemseebahn ist eine kleine Lokomotive die allen Gartenbahnern bestens bekannt ist. Im vorliegenden Fall ist es die Lokomotive die am Chiemsee beheimatet ist und noch immer ihren Dienst versieht. Der Maßstab ist so gewählt, dass sie auf LGB- Gleisen zu Hause ist. Die Spurkränze der Radsätze lassen es allerdings zu, dass sie auf allen uns bekannten Gleissystemen der Spurweite 45 mm gefahren werden kann.
Noch ein paar Details zur Technik: • Fahrbar auf allen Radien • neue Zylindereinheit • Zylinderentwässerung • Speisewasser nachspeisbar über Handpumpe ( Blumenspritze) • Bauanleitung ganz in Farbe
Für den Einbau der Funkfernsteuerung sind die Bohrungen und Halter der Servos bereits vorhanden. Wegen der Enge im Rahmen musste die Grösse der Servos begrenzt werden. Wir halten in unserem Programm die entsprechenden Servos vor. Selbstverständlich kann jedes andere verwendet werden, das Sie schon haben, sofern die Grösse passend ist. Im Anhang der Bauanleitung sind die Servos und der Radio Control Einbausatz abgebildet.
Diese können bestellt werden und sind speziell für diese Lokomotive passend. Von Vorteil wäre natürlich, wenn Sie sich eine kleine runde und flache Nadelfeile zulegen, sollten Sie so etwas noch nicht besitzen. Durch lackieren, vernickeln und brünieren können sich natürlich Passungen verändern und bedürfen etwas Nacharbeit. Aber und ich sage das ganz frech, etwas ist immer und etwas darf auch nachgearbeitet werden. Bausatz kommt von bauen und nicht von zusammenstecken.
Seite 0 legende
Bitte lesen Sie diese Bauanleitung vor der Montage sorgfältig durch. Nehmen Sie dabei die Teile ruhig in die Hand und machen Sie sich damit vertraut. Ist etwas nicht in Ordnung oder geht Ihnen etwas bei der Montage kaputt, dann senden Sie das Teil zurück ,wir bringen das sofort in Ordnung. Gerade bei Kleinserien wie dieser Stainz kann es schon vorkommen, dass man beim Passen und Fügen auch etwas nachfeilen und abstimmen muß. Leider können sich solche kleinen Fehler immer wieder mal einschleichen.
Legende
M 2x7= Gewindedurchmesser 2mm x7mm Länge SW= Schlüsselweite des Schraubenkopfes St.= Abkürzung für Stahl Niro= Nichtrostender Stahl Abil= Dichtungsmaterial der Automobilindustrie aus dem wir die Dichtungen stanzen. Stopfbuchse= Die Stopfbuchse dient zum Abdichten einer Stangen- oder Glasrohrdurchführung z.B. Mit Teflonband M6x0,75= metrisches Feingewinde d 6 mm Steigung 0,75 mm M5x0.5= metrisches Feingewinde d 5 mm Steigung 0,5 mm
Was wir mitgeben:
Einen Steckschlüssel aus Messing für 3mm und 4mm Sechskantkopf. Ein Steckschlüssel für 2 mm Sechskantkopf. Einen Gabelschlüssel ebenfalls für 3+ 4 mm und einen Innensechskantschlüssel 1,5 mm.
Der Gabelschlüssel ist sehr eng gearbeitet, gearbeitet, notfalls etwas anpassen an die Schraubenköpfe.Eine Rolle Spezial - Teflonband 0,05 mm Dicke ist ebenfalls beigepackt.
Was Sie sonst noch brauchen:
Sie sollten sich vor der Arbeit noch einen alten Lappen (weises Hemd , noch besser altes Unterhemd damit man die Schrauben besser sieht) zurechtlegen. Für die Kleinteile und Schrauben ein paar Behältnisse z.B. Rama- Dosen, die sind ideal, bereitstellen. Ferner ein Stück Holz, ein kleiner Hammer, ein Streichholz oder Uhrmacherschraubenzieher, etwas säurefreies Öl z.B. Nähmaschinenöl, etwas Vaseline oder Seife, einen Gabelschlüssel mit 6mm und 8mm, etwas Schraubensicherungslack oder Sekundenkleber- Gel. Auch wären eine flache und eine runde Nadelfeile von Vorteil, eine Schere und kleine Zange. Lassen Sie sich Zeit bei der Montage. Arbeiten Sie sorgfältig und nehmen Sie sich die nächsten Arbeitsschritte erst vor wenn die vorangegangenen einwandfrei sind. Damit weiß man immer, daß ein Fehler oder eine Schwergängigkeit im aktuellen Arbeitsabschnitt zu finden ist. Und bedenken Sie, Fehler summieren sich schnell. Am Anfang sind es wenig schwergängige Stellen, später bewegt sich vielleicht garnichts mehr. Wie schon erwähnt, lesen Sie die Anleitung sorgfältig durch, es kann später im Fortschritt der Anleitung etwas auftauchen , was etwas eher gemacht, viel Arbeit ersparen kann. Lesen Sie auch die Betriebsanleitung durch. Bei der Montage kann einiges verständlicher werden, wenn man bereits etwas Wissen zur Inbetriebnahme hat. Was Sie noch bestellen können: Funkfernsteuerung, siehe aktueller Katalog Heißdampföl Bestell Nr. 51302 (100ml), 51301 (250ml) Umfülladapter für Campinggas Bestell Nr. 50834 Umfülladapter für Rothenberger usw. Bestell Nr. 50837 Nadelfeilen im Hauptkatalog unter Werkzeug zu finden Säurefreies Öl Bestell Nr. 51304
Seite 1
Bauanleitung Zylindereinheit
Die Bauanleitung besteht aus Explosionszeichnungen, in denen die Baugruppen in perspektivischer Lage gezeichnet wurden. Dazu gehört eine Stückliste, in der alle vorkommenden Bauteile mit einer Nummer versehen sind. Der Baufortschritt und die Vorgehensweise ist beschrieben und mit digitalen Fotos belegt. Das bedeutet, die L okomotive ist in Baugruppen zerlegt dargestellt, um die Übersicht zu behalten. Zu jeder Baugruppe gibt es eine Stückliste, deren Teile in der Tüte mit der dazugehörenden Nummer enthalten sind. Speziell Gashahn und Dampfhahn dürfen nicht vertauscht werden! Deswegen ist es ratsam, immer nur diese Tüte zu öffnen, deren Baugruppe gerade montiert werden soll. Sie brauchen die Tüten nicht auf Vollständigkeit prüfen, sie sind mit einer hohen Sorgfalt gepackt. Sollte während des Baufortschritts sich herausstellen, dass ein Teil trotz aller Sorgfalt fehlt oder nicht in Ordnung ist, oder Ihnen geht ein Teil wie auch immer verloren oder kaputt, scheuen Sie sich nicht, sich zu melden. Wir bringen das in Ordnung! Uns ist es ein grosses Anliegen, dass jede Maschine viel Freude bringt, beim Bauen wie auch später beim Fahren.
Seite 2
Man beginnt am besten mit der Montage der Hebel 30 auf die Entwässerungswelle 29. Der Hebel wird auf die Welle geschraubt und später mit einer Mutter 14 gekontert. Der Hebel wird so ausgerichtet, wie folgende Skizze es zeigt
Entwässerung geöffnet Hebel Entwässerungswelle Entwässerung geschlossen
In Abb.2 sieht man die montierten Hebel auf den Entwässerungwellen. Da die Schieberkästen abgeschrägt sind, müssen die Stehbolzen unterschiedlich tief in den Zylinder eingeschraubt werden. Man sieht am Zylinder die Bohrungstiefe eindeutig. Notfalls durch Einschrauben der Stehbolzen prüfen. Nach vorne hin müssen die Stehbolzen tiefer sitzen. Die Entwässerungswellen werden nun von der hinteren Seite ( Stopfbuchse) eingeschoben, Papierdichtung 3 mit etwas Öl auflegen und dabei unter den Hebel schieben und den Deckel 6 mit der Ausfräsung über den Hebel legen, das ganze mit den Sechskantschrauben 5 festschrauben. Der Deckel hindert nun die Welle am Herausfallen und hält sie an der vorgesehenen Position. Siehe Abb.4
Seite 3
Gibt man einen Tropfen Öl auf den Kolben, gleitet er etwas leichter im Zylinder. Sind die Schrauben festgezogen (nicht anknallen, sondern gut anziehen) muss sich der Kolben ohne Klemmen bewegen lassen. Sollte das nicht der Fall sein, wird mit Zahnpasta und einem Tropfen Öl durch Hub- und Drehbewegungen der Kolben eingeläppt. Vermutlich wird das nicht der Fall sein. Nun wird die Kolbenpackung ( Kolbenring) eingebracht. Man nimmt das mitgelieferte Spezial- Teflonband und zwirbelt eine Schnur. Abb.2 Der Kolben wird mit der Kolbenstange voran in den Zylinder durch den Zylinderdeckel gesteckt. Jetzt erst werden die Schrauben endgültig festgezogen, dabei den Kolben bewegen.
Diese Teflonschnur wickelt man in den Kolbeneinstich. Von Anfang an achtet man auf eine straffe Wicklung. Ist der Kolbeneinstich voll, wird mit dem Daumennagel noch so lange weiterverdichtet und dabei eingewickelt, bis ein richtig fester Kolbenring entsteht. Dieser Ring muss so gewickelt werden, dass er nachher gegen die Zylinderwand absolut abdichtet.
Sie werden nun fragen, warum dieser Aufwand, warum nicht gleich einen ganzen Ring aus Teflon drehen? Die Antwort: Teflon hat hervorragende Gleiteigenschaften, nimmt aber auch mit der Zeit Wasser auf, weil es einen grösseren Querschnitt hat. Teflonband hingegen hat eine Dicke von 0,05 mm und damit eine geringere Masse, um Wasser aufzunehmen. Zudem lagert sich Heissdampföl ein und gibt eine zusätzliche Notschmierung. Die Praxis zeigt über die Jahre, dass diese Lösung sehr lange hält. Bei Lokomotiven nicht selten über 180 Betriebsstunden. Ist der Kolben fertig gewickelt , kommt in den Zylinder etwas säurefreies Maschinenöl. Man führt nun den Kolben mit der Kolbenstange voran und steckt ihn durch den Kolbendeckel. Während der Kolben in den Zylinder eingeschoben wird, drückt man mit einem angespitzten Streichholz oder Zahnstocher das Teflonband mit ein. Zuletzt noch ein kleiner Schlag mit einem Kunststoffhammer und drin ist er. Das Zuviel an Teflon wird dabei abgeschert. Jetzt noch ein Tropfen Öl und mit dem Zylinderkopfdeckel und Dichtung wird der Zylinder geschlossen. Zum Verschrauben benützt man die Sechskantschrauben 5. Bewegt man den Kolben, so muss er leicht und ohne Klemmen bewegt werden können und das nur mit den Fingern an der Kolbenstange, keine Zange oder ähnliches verwenden!. Nun setzt man die Stopfbuchse 7 mit Stopfpackung aus Teflon ein. Vom Teflonband nimmt man ca.5 cm, zwirbelt es zu einer Schnur und drückt es mit einem kleinen Uhrmacherschraubenzieher oder flach angespitzten Streichholz zwischen Kolbenstange und Gewinde des Zylinderdeckels. Abb.5
Über die Kolbenstange wird nun die Stopfbuchse 7 gesteckt und mit den Fingern angezogen. Beim Verdichten der Packung drückt sie auf die Kolbenstange und dichtet diese ab. Zwischen dem Sechskant der Stopfbuchse und dem Zylinderdeckel muss jetzt noch ein Spalt von ca. 1mm sein. Zylinder mit Dichtung und Zylinderkopfdeckel schliessen und mit den Schrauben 5 zuschrauben.
Seite 4 Die bisherige Arbeit ist mit die wichtigste überhaupt und entscheidet über die Zugkraft der späteren Lokomotive. Man sollte also hier sehr sorgfältig arbeiten. Nun zum Schieberkasten. Der Schieberspiegel weist einen Kreuzschliff auf, der mit 120 er Körnung aufgebracht wurde. Das hat seinen Sinn darin, dass sich in den sogenannten Riefen Öl hält und damit den Steuerschieber leichter gleiten lässt. Die Schiebermuschel wurde auf ihrer Unterseite mit 400 er Körnung geläppt. Es werden die Stehbolzen 8 in den Zylinder mit dem kurzen Gewinde voran eingeschraubt und mit einer Flachzange ohne Rippung angezogen. Abb.10 ( gegebenenfalls Hansaplast auf die Zange kleben.) Nun wird eine eckige Dichtung 12 aufgesteckt und darauf dann der Schieberkasten 9. Übrigens kann dieser ebenfalls vorher auf der Glasplatte geläppt werden. Mit zwei Modellmuttern 14 wird der Schieberkasten über Eck festgehalten. Abb.11 Wie prüft man nun, ob alles richtig gemacht wurde? Ob der Zylinder seine Arbeit richtig tut? Man schiebt den Kolben an das Ende des Zylinders, bis er am Zylinderkopfdeckel anstösst. Man verdreht die Entwässerungswelle so, dass der Zylinder abgeschlossen ist. Mit dem Daumen hält man den Steuerschlitz, der über dem Kolben ist, fest zu, mit der anderen Hand versucht man den Kolben herauszuziehen. Man wird einen deutlichen Kraftaufwand spüren. Lässt man nun den Kolben los, sollte er wieder Richtung Ausgangslage zurückgehen. Er muss nicht unbedingt bis an den Zylinderdeckel stossen. Das gleiche wird beim zweiten Zylinder gemacht.
Das Schieberplättchen wird an den Oberkanten mit einem kleinen Radius versehen und damit der runden Form des Schiebers angepasst. Die Radien sind notwendig, weil der Schieberdeckel konstruktionsbedingt etwas kleiner ist. Der Schieber wird sonst in der vorderen Lage im Schieberkastendeckel klemmen. Mit einer kleinen Nadelfeile werden die Schlitze in der Schiebermuschel vom Grat befreit. Auch das Schieberplättchen wird absolut gratfrei gemacht. Das Schieberplättchen muss sich im Schieber leicht bewegen lassen. Nun Schieberplättchen in den Muschelschieber stecken und in den Schieberkasten legen. Die Schieber-stange durch den Schieberkasten schieben und mit drei Gängen in das Plättchen schrauben. Neunzig Millimeter Teflonband abschneiden, zur Schnur zwirbeln und wie in Abb.9 einsetzen. Ein Tropfen Öl dazu und Stopfbuchse 16 einschrauben. Nach dem Verdichten sollte ebenfalls 1mm Abstand zwischen Sechskant und Schieberkasten sein. An-schließend wird die Schieberstangenführung aufgeschoben und mit der Madenschraube 26 M2x2 festgehalten. Nun werden die beiden Halter 27 mit den Schrauben 28 M3x7 SW 4 am Zylinder angeschraubt. Soweit so gut. Jetzt wird das Fahrgestell aufgebaut, erst dann brauchen wir die Zylinder wieder. Solange legen wir diese beiseite.
Das Vierkantlager 38 in den Rahmen einpassen. Unter Umständen muß etwas Farbe entfernt werden. Die Achse durch das Vierkantlager stecken. Die Druckfedern auf die Federbolzen stecken und von unten in die Bohrungen des Federlagers einführen. Dabei das Vierkantlager mit der Achse durch den Rahmen schieben. Durch Druck auf die Achse von unten sollte sich das Vierkantlager sauber federnd bewegen lassen
Seite 5
Hintere Achse einführen und die Treibräder mit den Madenschrauben 37 auf der Achse befestigen. Dabei jedoch ein Rad noch etwas weniger, damit man es noch verdrehen kann. Auf der Seite mit den festgezogenen Rädern wird die Treibstange mit der Kuppelstange gemeinsam aufgelegt und vorne mit der Schraube 49 befestigt und mit der Kurbel hinten vor dem Herunterfallen gesichert. Auf der gegenüberliegenden Seite geschieht das gleiche, dabei wird das noch nicht angezogene Rad verdreht, bis der Radsatz sich leicht drehen lässt. Jetzt das Rad ebenfalls fest anziehen. Das Fahrgestell lässt sich leicht drehen, andernfalls muss noch mal nachgesehen werden. Vor dem weiterbauen sollte das Fahrwerk durch alle heiklen Stellen der Gleisanlage geschoben werden. Abb. 14
Und jetzt wieder zum Zylinder. Zuerst prüfen, ob der Kreuzkopf sauber läuft. Man geht wie folgt vor. Kreuzkopf 24zwischen die Kreuzkopfleisten 45 schieben und auf den Führungsleistenbock 23 schrauben. Dazu die Schrauben 46 M1,4 verwenden. Der Kreuzkopf sollte sich leicht schieben lassen. Ist das nicht der Fall, sollten die Druckstellen an geeigneter Stelle beseitigt werden. Läuft alle bestens, dann wieder zerlegen und Teil 45 auf die Seite legen. Führungsleistenbock auf den Zylinderdeckel schieben und mit der Madenschraube M2x2 leicht anschrauben. Kreuzkopf auf die Kolbenstange schrauben und festziehen. Aufpassen, dass auch der Kreuzkopf verwendet wird, der mit der Führung zusammengepasst wurde! In den Zylinder werden die Dampfnippel 19 mit einer Kupferdichtung eingeschraubt. Der Abdampfnippel wird festgeschraubt, der Zudampfnippel wird noch ein kleines bisschen locker gelassen. Jetzt wird ein Zylinder in den Rahmen geschraubt, gleichzeitig Teil 21 und Teil 22 mit aufgesteckt. ( Dichtringe vorher mit Vaseline, Seife oder säurefreiem Öl schmieren). Der zweite Zylinder wird in den Rahmen und gleichzeitig in Teil 21 und 22 eingeführt und ebenfalls anschrauben. Jetzt werden auch die Zudampfnippel angezogen. Die Treibstange wird vom Kurbelbolzen abgezogen, der Kreuzkopf von innen nach aussen gedreht und beides mit der Gelenkschraube gängig mit wenig Spiel verschraubt. Kreuzkopf zurückdrehen und Gelenkschraube mit einer Mutter sichern. Die Treibstange wird wieder auf den Kurbelbolzen aufgesteckt. Auf der anderen Seite wird das gleiche gemacht. Abb.15 und 16
Seite 6
Die Räder des Fahrwerks werden mit dem Kurbelbolzen nach unten gedreht und die Führungsleisten mit Halter über den Kreuzkopf geschoben. Dabei die Leisten etwas auseinander drücken. Mit den Schrauben 46 werden die Leisten am Führungsleistenbock angeschraubt. Schrauben locker lassen, also noch nicht festziehen. Der Führungsleistenhalter wird mit den Schrauben 5 am Rahmen befestigt. Bei der Montage zur Bauanleitung, mussten die Löcher Richtung Zylinder etwas oval gefeilt werden. Ist alles in Ordnung und sauber ausgerichtet, werden die Schrauben angezogen. Etwas Öl nicht vergessen.
Mit diesen Schrauben 5 schwarz werden die Führungs-leistenhalter angeschraubt. Eventuell müssen diese Löcher etwas oval gefeilt werden. Bei den großen Originalen werden die Lineale der Kreuzkopfführung mit Passblechen ausgeglichen. Sollte bei dem Modell es nötig werden, kann es auch ausgeglichen werden, indem man Papier unterlegt. Abb. 18
Seite 7
Es werden die Steuerungsteile wie in Abb. 22 ersichtlich zusammengeschraubt. Wichtig dabei sind folgende Punkte: Der Aufwurfhebel ist asymmetrisch- der längere Arm zeigt immer Richtung Exzenterstangen, demzufolge der kürzere immer Richtung Zylinder.
Die Schwingenstangenlage ist wichtig. Die innere Stange wird immer unten von innen an die Schwinge angeschraubt. Die äußere Schwingenstange wird immer oben von außen angeschraubt. Die Ölbecherimitation bei den Schwingenstangen muß immer oben sein. Die Schieberschubstange mit den Nietköpfen nach außen montieren.
Seite 8
Abb.25 Die beiden Steuerwellenlager werden gemeinsam auf die Steuerwelle gesteckt. Darauf achten, dass die unterschiedliche Einsenkung für die Schrauben auf der gleichen Seite sind. So aufschrauben, dass diese tiefere Einsenkung nach hinten zeigt. Die Bilder 23 - 25 zeigen eigentlich das ganze Geheimnis. Mit einem spitzen Gegenstand z.B. runde Nadelfeile oder ähnliches werden die mittleren Bohrungen zentriert und die Sechskantschraube 5a eingeschraubt. Die Steuerung muß jetzt nur noch eingestellt werden. Doch vorher wird das Steuergestänge links montiert.
Die Bilder stammen von der Stainz und und sind mit der Chiemsee identisch. Einstellung der Steuerung. Zuerst muß die Kurbel auf Rundlauf gebracht werden. Nach Augenmaß einmal in die Mitte stellen. Dann einen spitzen Gegenstand am Führerstandsblech anlegen und über die Mitte der Exzenterschraube bringen. Dabei das Rad drehen und die sichtbare Abweichung nachstellen. Wer mit einem Messschieber umgehen kann, mißt das Maß ein- von Aussenkante Spurkranz bis zur Kurbel 16,20 mm. Leichte Abweichung von 0,1-0,2 verzeiht die Steuerung.
Seite 9 Jetzt noch die Lage der Schiebermuschel einstellen und einem ersten Probelauf steht nichts mehr im Wege. Der Steuerhub ist fest vorgegeben durch die Hubscheiben. Die Mutter am Steuerstangenkopf wird angekontert. Dreht man die Räder einmal durch, sieht man die Lage der Steuermuschel. Sie soll im vordersten Totpunkt den hinteren Steuerschlitz gerade ganz frei geben. Im hintersten Totpunkt muss der vordere Steuerschlitz ganz freigegeben sein. Zum Einstellen der Steuermuschel entfernt man die Gelenk-schraube von Schieberschubstange und Schieberstangenkopf . Fertig!
Welche Punkte müssen besonders beachtet werden? 1. Lage der Schwingenstangen 2. Lage der Hubscheiben 3. Beidseitig gleiche Auslenkung der Schwingenlage 4. Mittigkeit des Steuerschiebers
Mit einer Dichtung und dem Schieberkastendeckel alles sauber verschliessen und sollte Druckluft zur Verfügung stehen, kann die erste Funktionsprüfung erfolgen.
Kessel und Feuerung Auf die Gewinde der Wasserstandseckstücke eine Konter-mutter aufschrauben, Kupferdichtung dazu und zwei Lagen Teflonband auflegen. Eckstücke in den Kessel einschrauben, ausrichten und ankontern. Mit einem Gummihammer oder ein Stück Holz nochmal durch klopfen ausrichten. Glasrohr einschieben und Stopfpackung einsetzen. (Siehe Seite 3). Mit der Syphonschraube und der Speiseleitung wird später der Wasserstand geschlossen. Abb.31
Seite 10
Der Ölerzusammenbau erklärt sich aus der Zeichnung von selber. Zu beachten ist, dass der Nippel 84 mit einer Cu- Dichtung in das Ölergehäuse geschraubt wird. Das Handrad wird auf die Spindel geschraubt und mit der Hutmutter gekontert. Über diese Spindel wird die Stopfbuchse geschoben, aus zwanzig Millimeter Teflonband eine Schnur gezwirbelt und um das Gewinde gelegt. Wird die Spindel eingeschraubt, wird gleichzeitig die Stopfbuchse mit eingeschraubt. Die Überhitzerschlange wird auf das Gewinde der Dampfleitung geschraubt. Die Dampfleitung von der Rauchkammerseite in den Kessel eingeführt. Auf den Nippel 84 des Ölers kommt die Kontermutter, Cu- Dichtung und zwei Lagen Teflonband. Der Öler wird durch die seitliche Öffnung des Kessels gesteckt und mit dem Dampfrohr verschraubt. Am Armaturenblock wird der Dampfhahn wieder mit Kontermutter, Cu- Dichtung und Teflonband in die rechte Bohrung geschraubt. Noch nicht festschrauben, sondern nach rechts drehen, Dampfrohr zum Hahn biegen, evtl. Kürzen und in den Nippel des Dampfhahnes einschnappen lassen. Mit Schneidring und Überwurfmutter mit Hahn verschrauben. Abb.32.
Bevor der Kessel auf das Fahrgestell montiert wird sollte das Servo für die Entwässerung eingebaut werden. Der Servohalter ist im Lieferumfang enthalten 54, das Servo nicht, bitte extra bestellen.
Seite 11
Der aufgebaute Kessel wird auf den Rahmen aufgelegt und mit der Bohrung vorne am Kessel über die Gewindestange 98 gesteckt und mit einer Mutter M3 44 und einer Scheibe 43 festgeschraubt. Die Überhitzerschlange verschraubt man mit dem Zudampfnippel der Zylinder. Zuletzt noch die Rauchkammertüre in den Kessel stecken und mit den Schrauben 40 seitlich verschrauben. Bremsschläuche und Kupplungsösen werden an die Puffer-bohlen angeschraubt. Die Pufferhülse wird mit der Mutter M4 an die Pufferbohle geschraubt, eine Feder und den Pufferteller eingesteckt und mit einer Mutter M2 fixiert. Die Anhängeösen werden mit den M3 Schrauben und Scheiben an der Pufferbohle angeschraubt. Nun kann die pufferbohle an den Rahmen mit den M2 Sechskan-schrauben angeschraubt werden. Achtung!! Die Pufferbohlen vorne und hinten sind verschieden. Die Schienenräumer an die Pufferbohle schrauben. Aus den mitgelieferten Borsten werden die Schienenreiniger hergestellt, durch die Ösen des Halters gesteckt und mit einem Bindfaden oberhalb zusammengebunden. Bindfaden nicht im Lieferumfang.
Seite 12
Bei dem Gastank ist die Montage einfach ( siehe Bildtafel 4/5). Zu beachten ist, wie vorher schon einmal gesagt, alle Gewinde mit einer Kontermutter müssen zwei Lagen Teflonband auf das Gewinde bekommen. Die Gasleitung 119 besitzt Dichtkegel und braucht nicht mit Teflon abgedichtet werden. Der Gastank wird mit einer Sechskantschrauben M2x7 von unten angeschraubt. Die Schraube dafür muß gekürzt werden, auf der Gegenseite wird der Tank durch die Gasleitung gehalten.
Der Servohalter 57 wird auf den Boden geschraubt , das Servo eingebaut und die Umsteuerung mit dem Aufwurfhebel verbunden. Die Schleife der Umsteuerstange dient als Servodämpfung.
Seite 13
Mit der Servohebelverlängerung 144 wird der Servoarm verlängert. Mit den beiden Dampfhebeln wird die Verbindung zum Dampfhahn hergestellt und mit den beiden Schrauben 40 kann die Länge exakt eingestellt werden. Wird eine Pfeife eingebaut sieht man in Abb. 45 wie der Anschluss hergestellt wird.
Zu den Teilen der Stückliste Abb. 46 gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Es ist ersichtlich in Bildtafel 3/ 4 und 6.
Seite 14
Mit den beiden Bundschrauben 32 werden die beiden Dachhälften beweglich verbunden. Die Laternen mit dem Winkel werden in die Aussparungen am Dach befestigt. Die anderen Lampen werden von innen mit Sechskantschrauben M2x4 angeschraubt. Die Gehäuseteile werden zusammengeschraubt und auf das Umlaufblech montiert, der Schiebeladen eingeschoben. Das Dach auf das Gehäuse mit vier Schrauben M1,4 x7 SW 2 verschrauben. Das Dachsegment das nicht verschraubt wird nach vorne gezogen und aufgeklappt. So kommt man leicht an alle Bedienungselemente heran. Abb.52
|