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20790 Betty Text

Ausführliche Bauanleitung für den Bausatz der
Dampflokomotive Betty
Bestell Nr. 20790

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Bitte lesen Sie diese Bauanleitung vor der Montage sorgfältig durch. Nehmen Sie dabei die Teile ruhig in die Hand und machen Sie sich damit vertraut. Ist etwas nicht in Ordnung oder geht Ihnen etwas bei der Montage kaputt, dann senden Sie das Teil zurück, wir bringen das sofort in Ordnung. Manchmal stehen auf den letzten Seiten noch Erfahrungen, welche vorher beachtet werden sollten. Sind Schrauben zu lang müssen diese gekürzt werden. Nach dem ersten Anheitzen, den Teflonkegel von unten mit dem Bleistift vom Sitz drücken.

M 2x7= Gewindedurchmesser 2mm x7mm Länge
SW= Schlüsselweite des Schraubenkopfes
St.= Abkürzung für Stahl
Niro= Nichtrostender Stahl
Abil= Dichtungsmaterial  der Automobilindustrie
          aus dem wir die Dichtungen stanzen.
Stopfbuchse= Die Stopfbuchse dient zum Abdichten einer
          Stangen- oder Glasrohrdurchführung z.B. Mit Teflonband
M6x0,75= metrisches Feingewinde d 6 mm Steigung 0,75 mm
M5x0.5= metrisches Feingewinde d 5 mm Steigung 0,5 mm

Was wir mitgeben:
Einen Steckschlüssel aus Messing für 3mm und 4mm Sechskantkopf. Einen Gabelschlüssel ebenfalls für 3+ 4 mm und einen Innensechskantschlüssel 1,5 mm und 1 mm. Der Gabelschlüssel ist sehr eng gearbeitet, gegebenenfalls etwas anpassen an die Schraubenköpfe. Eine Rolle Spezial- Teflonband 0,05 mm Dicke ist ebenfalls beigepackt. Die Nummern auf den Tüten entsprechen den jeweiligen Stücklisten und den dazugehörigen Abbildungen.

Was Sie sonst noch brauchen:
Sie sollten sich vor der Arbeit noch einen alten Lappen (weises Hemd , noch besser altes Unterhemd damit man die Schrauben besser sieht) zurechtlegen. Für die Kleinteile und Schrauben ein paar Behältnisse z.B. Rama- Dosen, die sind ideal, bereitstellen. Ferner ein Stück Holz, ein kleiner Hammer, ein Streichholz oder Uhrmacherschraubenzieher, etwas säurefreies Öl z.B. Nähmaschinenöl, etwas Vaseline oder Seife, einen Gabelschlüssel mit 6mm und 8mm, etwas Schraubensicherungslack oder Sekundenkleber- Gel. Auch wären eine  flache und eine runde Nadelfeile von Vorteil, eine Schere und kleine Zange. Lassen Sie sich Zeit bei der Montage. Arbeiten Sie sorgfältig und nehmen Sie sich die nächsten Arbeitsschritte erst vor, wenn die vorangegangenen einwandfrei sind. Damit weiß man immer, dass ein Fehler oder eine Schwergängigkeit im aktuellen Arbeitsabschnitt zu finden ist. Und bedenken Sie, Fehler summieren sich schnell. Am Anfang sind es wenig schwergängige Stellen, später bewegt sich vielleicht gar-
nichts mehr..

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Zertifikat

Nachweis über Kesseldruckprobe nach der Druckgeräte-Richtlinie Kategorie 1

Alle bei der Firma REGNER hergestellten Kessel für Lokomotiven, Traktoren und Modellschiffs- Anlagen  werden nach den unten aufgeführten Richtlinien produziert und geprüft.

Material und Lote:
Alle Kessel werden aus nahtlos gezogenem Messingrohr  Cu Zn 37 hergestellt. Mit großen, weichen und sauerstoffarmen Flammen werden die Lötungen ausgeführt. Zum Einsatz kommen Silberlote der Firmen Degussa und Castolin in der Qualität-

- Ag-Zn-Cu-Cd 42   Arbeitstemperatur ca. 610- 630°C
                               Zugfestigkeit ca. 460- 550 N/mm
                               Dichte ca. 9,2 kg/dm

Die Kessel werden homogen, also ohne andere Materialien oder Mischmaterialien hergestellt, um eine gleichmäßige Ausdehnung zu gewährleisten und  Rissbildung zu vermeiden.

Alle Kessel sind mit Flammrohren in einzügiger oder zweizügiger Ausführung konstruiert. Die Flammrohre besitzen Quersiederohre, welche spiralförmig angeordnet sind. Die Feuerung erfolgt ausschließlich mit einem Gemisch von Butan und Propangas.  Das Verhältnis darf höchstens 65%  Butan und 35% Propan betragen.

Bei einzügigen Kesseln kommen Rohrbrenner teilweise mit Keramikmischern zum Einsatz, bei zweizügigen Kesseln werden Bunsenbrenner verwendet.

Wasserinhalt: unter  2  Liter*
Betriebsdruck:   3 bar
Überdruckventil Abblasdruck: max 3,5 bar

Druckprüfung

Die vorher beschriebenen Kessel werden nach Entfettung und Reinigung einer Druckprüfung unterzogen

Prüfdruck: 2x Betriebsdruck.

Die Firma REGNER Dampf- und Eisenbahntechnik in 91589 Aurach, Erlenweg 3 garantiert, dass alle vorgenannten Eigenschaften  von Materialien und Verfah-rensweisen im Ablauf der Verarbeitung immer zuverlässig durchgeführt werden und von gleichbleibender Qualität sind.

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Bauanleitung Zylindereinheit

Bitte sehr sorgsam mit den Teflonkolben und Teflonsteuerkolben umgehen!

Man nimmt einen Zylinderdeckel 8 legt eine Dichtung 6 darunter und schraubt mit dem beigelegten Steckschlüssel und vier Sechskantschrauben 7 den Deckel auf den Zylinder. Zu den Kolben gibt man etwas säurefreies Maschinenöl und schließt den Zylinder mit dem Zylinderkopfdeckel,  Dichtung und ebenfalls  den Schrauben 7.  Bitte die Schrauben gut anziehen, ledoch nicht abreissen. Nach fest kommt ab. Für die Stopfpackung der Stopfbuchse wird aus dem Teflonband eine Schnur gezwirbelt von ca. 50 mm  und stopft diese zwischen Deckelgewinde und Kolbenstange im Uhrzeigersinn mit einem kleinen Schraubenzieher oder flach angespitzten Streichholz  hinein.  Abb. 2 und 3.
Über die Kolbenstange wird nun die Stopfbuchse 9 gesteckt und mit den Fingern angezogen. Zum Deckel hin sollte noch ein Spalt von 1mm sein.

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Sollten Sie den Steuerkolben herausgezogen haben, so ölen Sie diesen ein und schieben den Steuerkolben  vorsichtig in den Zylinder.
Nun bauen Sie den zweiten Zylinder genauso  auf. Darauf achten - Sie brauchen einen rechten und einen linken Zylinder!
Als nächstes werden die beiden Befestigungs-bolzen 15 mit dem kurzen Gewinde in den Zylinder eingeschraubt. Siehe Bildtafel 1 Zylinder und Regelventil. In die in Fahrtrichtung vorne liegende Gewindebohrung wird mit einer untergelegten Kupferdichtung eine Verschlußschraube 12 eingeschraubt. in die beiden anderen Gewindebohrungen werden je ein Nippel eingesetzt. Der in der Mitte liegende Dampfnippel wird festgezogen. Der äussere wird bis auf eine halbe Umdrehung eingeschraubt und erst angezogen, wenn das Umsteuerventil aufgeschoben ist. Abb.4

Auf die Gewinde der Verschlußschraube und der Dampfnippel werden zwei Lagen Teflon gewickelt.

Mit dem Umsteuerventil wird die Laufrichtung der Lokomotive bestimmt. Bei einfacher Rc- Steuerung kann auch die Geschwindigkeit geregelt werden.  Will  man jedoch sehr feinfühlig fahren, empfiehlt sich das Umsteuerventil nur zum Richtungswechsel zu verwenden und die Geschwindigkeit mit dem Dampfhahn zu regeln.
Das hat auch noch andere Vorteile:
1. Es steht nicht der ganze Kesseldruck auf dem Umsteuerventil
2. Bei offenem Umsteuerventil ist der Auspuff klangvoller
3. Die Maschine kann sehr langsam gefahren werden.

Der Zusammenbau:
Der Stehbolzen 17 wird mit etwas Schraubensicherungslack in die mittlere Gewindebohrung eingesetzt. Man verteilt  etwas Öl auf die Fläche, legt die Steuerscheibe über den Bolzen und dreht mit gutem Druck die Scheibe auf der Fläche. Nimmt man die Scheibe herunter,  sollten feine Schleifringe zu sehen sein, dann ist alles  o.K . Abb.6

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Sollte das nicht der Fall sein, dann werden beide Gleitflächen an der Steuerscheibe und am Umsteuerblock  mit feiner Schleifpaste, wenn man hat, oder Zahnpasta und etwas Öl auf einer ebenen Fläche ab. Eine ebene Fläche hat ein alter Spiegel oder eine Glasscheibe.
Nun wird wieder die Scheibe 19 aufgelegt eine Beilagscheibe 21 die Druckfeder eine Beilagscheibe und zuletzt die Mutter. Die Mutter wird bis Gewindeende angeschraubt. Mit der zweiten Mutter kann die erste angekontert werden. Abb.7

Der überstehende  Bolzen sollte gekürzt werden, damit er nirgends hängen bleibt.

Umsteuerventil und Zylinder können nun zusammen  geführt werden. Zuerst steckt man je eine Beilagscheibe14 auf die Befestigungsbolzen und schraubt  eine Mutter 13 mit ca. 4 Gewindegänge. Auf die O-Ringe der Dampfnippel gibt man etwas Öl und steckt sie mit den Zylindern  zusammen. Natürlich nur soweit, dass die Einheit  später über den Rahmen passt. Abb. 8

Bevor die Kreuzköpfe auf die Kolbenstangen geschraubt werden, müssen die Kreuzkopfführungshalter auf die Zylinderdeckel gesteckt  und mit je einer Innensechskantschraube fixiert werden. Abb.10  Bitte immer daran denken, nach fest kommt ab.

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In alle sechs Räder wird eine Innensechskantschraube 26 M3x3 eingeschraubt. Achten Sie darauf, die Gewindebohrung ist schräg angebracht.

Nun steckt man die erste Achse nach der Zylindereinheit in den Rahmen, gibt rechts und links ein Kuppelrad auf die Achse und schraubt diese um 90° verdreht fest.   Durch die 90° Verdrehung wird die Maschine selbstanlaufend.
Die zweite Achse wird aufgesteckt und auf einer Seite ein Kuppelrad festgeschraubt. Über die Kuppelbolzen legt man eine  Kuppelstange 27 so, dass die Erhöhung immer nach oben zeigt. Mit der Sechskantschraube 28 wird sie vor dem Herunterfallen gesichert. Auf der anderen Seite wird das Kuppelrad aufgelegt und so wenig angeschraubt, dass man das Rad noch verdrehen kann.  Die Kuppelstange wird auf die Kurbelbolzen gelegt, das Rad soweit verdreht bis die Stange über die Bolzen fällt, dann das Rad festschrauben. Dreht man den montierten Radsatz muss er sich ohne Klemmen bewegen lassen. Ist das nicht der Fall, so wird mit Sicherheit die  Winkeligkeit noch nicht stimmen.

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Das Rad wird noch einmal gelöst und entsprechend  verdreht. Mit der dritten Achse verfährt man genauso. Hier müssen jedoch gleichzeitig die Treibstangen mit aufgesteckt werden. Dass die Stangen nicht herunterfallen können, verhin-dert man, indem man provisorisch die Kurbeln montiert. Beachten Sie die Spurweite. Diese ist in erster Linie von Ihrer eigenen Anlage abhängig. Schieben Sie das Fahrwerk in diesem Bau-stadium, das wenn es angeschubst wird, von alleine wegläuft, auf Ihre Radien und Weichen und testen Sie vorwärts wie rückwärts. Radlenker wie Weichenherzen sind meist die Stellen, die Störungen verursachen, sowie enge und kleine Radien. Abb. 12

Als nächstes schraubt man die Puffer in die obere Bohrung der Pufferbohle. Die beiden Anhängeösen  werden mit den Sechskantschrauben 33 und Scheiben 14 von innen nach aussen in die untere Bohrung der Pufferbohle geschraubt, wobei vorne der Schienenräumer mit untergelegt wird. Abb.14

Jetzt  wird die vorher montierte Zylindereinheit mit dem montierten Fahrgestell verbunden. Dazu nimmt man die Kurbeln und die Treibstange wieder von den Kurbelbolzen. Die Treibstange verbindet man mit dem Kreuzkopf durch eine Gelenkschraube  101 von hinten und kontert vorne eine Mutter 78 an. Tafel 1
Nun führt man, wie in Tafel 2 zu sehen, die so vervollständigte  Zylindereinheit  mit den vorderen Schrauben zuerst in den Rahmen ein und drückt diese nach unten in die Schlitze. Vermutlich muss man vorher erst die Farbe mit einer kleinen Nadelfeile  oder feinen scharfen Messer in den Schlitzen entfernen. Nun den Zylinder gerade ausrichten und die Schrauben anziehen. Die Treibstangen werden wieder auf die Kurbel-bolzen geschoben und mit den Kurbeln gesichert. Abb.15

Die Gelenkschraube 101 kann mit der abgedrehten Schraube am Kuppelbolzen kollidieren. Feilen Sie den Kopf der Gelenkschraube etwas ab, bis diese frei laufen kann.

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Zudampfnippel und Abdampfrohr werden auf das Umsteuerventil montiert wie in der Tafel 1 ersichtlich. Abb17 und 18

Mit den Sechskantschrauben 36  und den Scheiben  37 wird das Umlaufblech auf den Rahmen geschraubt. Die Gewindelöcher  für die Servomontage befinden sich rechts in Fahrtrichtung.

Die Schwingenhalter 41 werden mit den Schrauben 7 und den Scheiben 37 unter dem Umlaufblech  angeschraubt. Die Schrauben nur leicht anziehen. Tafel 3 zeigt sehr anschaulich wie die Steuerungsteile zusammengefügt werden.  Aufgepasst werden muss an der Schwinge, der kürzere Lochabstand ist oben.
Der Voreilhebel und auch die Lenkerstange haben keine Steuerfunktion und dienen nur für die Optik.
Am Steuerkolben wird die Schieberschubstange 46 in den Schlitz eingeführt und das Hängeeisen  104 außen mit angehängt. Die Schrauben 42 können auf der Rückseite der Schwinge bei  Kollision gekürzt werden. Bei der Montage der Schieberschubstange müssen noch zwei Unterlegscheiben als Distanz dazwischen gelegt werden. Abb. 20  u.Tafel3

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Steuerung einstellen

Durch Verdrehen der Kurbel wird ein Hub von 3 mm einge-stellt, vorerst egal wo sich der Steuerkolben befindet. Diese Grundeinstellung wird auf beiden Seiten vorgenom-men. Die Kurbel muß in der Grundstellung immer Richtung Zylinder schauen.

Ist die Grundeinstellung der Kurbel gemacht, das heißt, der Steuerschieber macht einen Hub von 3 mm, dann macht man die Feineinstellung.

Steuerkolbeneinstellung  durch Verschiebung des Schwingenhalters

Die Feineinstellung gestaltet sich ganz simpel. Der bereits eingestellte Hub entspricht dem Abstand der beiden eingedrehten Ringe. Nach Lösen der Schrauben 7 kann der Schwingenhalter verschoben und damit die Position des Steuerkolbens  verändert werden. Bei einer Umdrehung der Räder macht der Steuerkolben den gleichen Weg von Strich zu Strich. 25/26

Ist die Einstellung fertig und richtig, so kann man an der Druckluft einen Funktionstest machen. Dabei nicht vergessen, an alle beweglichen Teile, auch an Kolben und Steuerkolben etwas Öl zu geben.
War das Fahrwerk schon im Dampfbetrieb kann mit Luft nicht mehr geprüft werden, ausser man erwärmt die Zylinder mit Heißluft, Fön usw.

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Der Dampfkessel

Die Tafel 4 zeigt anschaulich, wo die Bauteile platziert werden. Es zeigt auch, wo andere Bauteile wie Manometer oder Pfeife montiert werden können. Diese Teile gehören nicht zum Lieferumfang.
Auf das Gewinde der Wasserstandseckstücke werden eine  Kontermutter eine Kupferdichtung gedreht und zwei Lagen Teflonband aufgewickelt. Die Eckstücke werden in den Kessel geschraubt, oben ca.4-5 Gänge unten bis zur Flucht. Die Eckstücke müssen sauber ausgerichtet  und mit den Kontermuttern angekontert werden. Abb.29

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Kleine Korrekturen können mit einem Gummi oder Plastikhammer vorgenommen werden. Ein Stück Holz und ein kleiner normaler Hammer tut es auch. Und immer wieder mit den Glasrohr prüfen. Das Glasrohr soll vor der Öffnung des unteren Wasserstandes in alle vier Richtungen gleich weit auspendeln können. Von dem Teflonband werden ca. 60 mm abgeschnitten und zu einer Schnur gezwirbelt. Das Glasrohr wird von oben durch das Eckstück gesteckt, dabei beide Stopfmuttern mit eingefädelt. Die Teflonschnur wird zwischen Glasrohr und Stopfmuttergewinde mit einem kleinen Schraubenzieher oder flach angespitztem Streichholz im Uhrzeigersinn eingestopft. Die Stopfmutter 61 wird nun auf das Eckstück geschraubt und mit den Fingern angezogen. Darauf achten, dass das Glasrohr nicht nach unten geschoben wird und die Querbohrung verdeckt wird. Am besten in die Mitte des Glasrohres einen Ring mit einem Marker anzeichnen. Abb.31/32

Das gleiche geschieht mit dem oberen Wasserstandseckstück. Mit einer Verschlußschraube einer Kupferdichtung und etwas Teflonband wird der Wasserstand geschlossen. Will man ein Speiseventil montieren, dann wird  anstelle der Verschlußschraube die Speiseleitung mit einer Syphonschraube angeschraubt. Warum? Weil es nur praktisch ist!
1. Das Wasser wird durch das Glasrohr in den Wasserraum des Kessels gedrückt.
2. Man kann die Funktion beobachten.
3. Das Glasrohr wird gespült und sauber gehalten, besonders die Übergänge zum Kessel.
4. Sollte eine Dampfblase im Wasserstand sein, wird diese ausgeblasen und man hat immer einen wahren Wasserstand. Es ist der Ersatz des Entlüftungshahnes am Original. Abb. 33

Am Umlaufblech ist rechts ein Loch unter dem Wasserkastendeckel zum Anschrauben des Speiseventiles. Die Leitung wird entsprechend gebogen und angepasst. Mit Überwurfmutter und Schneidring wird am Speiseventil angeschraubt.  Bestell Nr.20235 Druckflasche Bestell Nr. 80145

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Der Öler wird nach Zeichnung zusammenge-baut. Die O-Ringe nur Handwarm anziehen, nicht quetschen. Auf die Spindel wird das Handrad geschraubt, fest angezogen und mit der Mutter angekontert. Die Stopfbuchse wird aufgeschoben.
Für die Stopfbuchsendichtung nimmt man ein Stück Teflonband von 20 mm, faltet es der Länge nach so lange zusammen bis ein Streifen von 2-3mm Breite übrig bleibt. Den Streifen wickelt man vor der Stopfbuchse auf das Gewinde. Nun die Spindel in den Öler schrauben und die Stopfbuchse immer gleich mit schrauben.

Die Dampfleitung 67 wird von der Rauchkammer aus durch den Kessel gesteckt. Auf den Öler wird der Nippel 49 mit einer Kupferdichtung geschraubt. Darauf kommt eine Kontermutter 58, Kupferdichtung 40 und zwei Lagen Teflonband. Abb.35
Den so montierten Öler verschraubt man durch die seitliche Öffnung am Kessel mit der Dampfleitung 67 und kontert die Mutter 58 an. Abb.36
Bevor die  Dampfleitung und Öler montiert wird schraubt man die Überhitzerschlange an die Dampfleitung. Später im Kessel ist es ungleich schwerer.

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Auf der Stehkesselseite (Führerstand) kommt die Dampfleitung zum Vorschein. Am Armaturenblock wird in die rechte Gewindebohrung der Dampfhahn eingeschraubt. Wie schon vorher Kontermutter, Kupferdichtung und Teflon mit einbauen. Bevor der Hahn festgezogen wird, biegt man zwischen den Fingern die Leitung und verschraubt diese mit dem Hahn. Danach die Kontermutter am Hahn anziehen. Abb 38

Den Hebel am Dampfhahn kann man jederzeit verstellen, indem man die Mutter löst und auf der Spindel den Hebel in die richtige Lage bringt, danach Mutter wieder anziehen. (z.B. Rc-Betrieb)

In die Gewindebohrung M2 auf der Unterseite des Kessels wird die Gewindestange109 eingeschraubt und mit einer Mutter 78 festgesetzt. Der Kessel wird durch das Langloch am Umlaufblech gesteckt, die beiden Nasen an der Stehkesselwand tauchen dabei in den Ausschnitt ein. Vorne wird dabei bündig mit dem Kessel die Kesselstütze 52 mit untergelegt. Die Stehkesselseite wird wie beim Original nicht festgemacht, wegen der Wärmeausdehnung. Das Gehäuse übernimmt diese Aufgabe.

Der Brenner wird in das Flammrohr geschoben und mit einer Schraube M2x7 Sw3 gesichert. Auf das Gewinde der Düse 85 werden zwei Lagen Teflonband aufgewickelt und in den Düsenstock 106 eingeschraubt. Der Düsenstock kommt in den Brenner und wird mit der Schraube 26 gesichert.
In den Gastank wird das Einfüllventil mit darunter liegender Dichtung eingeschraubt. In das kleine Gewinde wird der Gashahn  eingesetzt. Ob man den Hahn stehend, liegend oder beide Versionen mit dem Handrad oder dem Hebel 86 einbaut, das ist jedem selbst überlassen. Immer wird eine Kontermutter Kupferdichtung und zwei Lagen Teflonband auf das Gewinde gegeben. Der Gastank wird auf dem Umlaufblech festgeschraubt. Die Verbindung zwischen Gashahn und Düsenstock wird mit der Gasleitung 82 her- gestellt. Abb.40

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Für die Kleinteile und Stangen muss man nicht viel sagen. Die Tafel 6 zeigt die Position der einzelnen Teile.
Die Armatur 117 wird mit der Schraube 118 an den Dom 107 angeschraubt.  Die Gewindestangen 77 werden in die Gewindeaugen am  Kesselscheitel eingeschraubt, die Dome darübergesteckt und mit einer Mutter angeschraubt. Die Leitung des Sanddomes biegt man nach unten über den Kessel, stimmt die Länge ab und kürzt die Leitungen. Unter die Eckstangen werden die Sockel gelegt und dann in das Umlaufblech eingeschraubt.

Umsteuerung
Dampfhebel gegen  Servohebel 125 austauschen und wenn der Hahn zu ist auf 5Uhr stellen. Am Servo das gleiche. Servo mit dem Sender auf vollen Rechtsausschlag und den Empfänger ausschalten.

Die Drehelemente bis auf zwei Umdrehungen einschrauben. Die Verbindungsstange 126 durch die Drehelemente stecken und mit den Schrauben 28 festschrauben.

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Bei der Umsteuerung wird der Servohalter seitlich am Rahmen mit einer Schraube angeschraubt.  Wird ein Nano S eingebaut dann wird in den Servohebel in die 3. Bohrung ein M2 Gewinde  eingeschnitten. Die Drehelemente wie vorher einschrauben und mit der Umsteuerstange verbinden. Das Umsteuerventil von Eck zu Eck steuern.

Das  Gehäuse wird nach Bildtafel 7 zusammengebaut. Erst die Seitenteile locker am Umlaufblech mit M2, dann die restlichen Teile mit M1,4.

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Anleitung zum Betrieb von REGNER Dampflokomotiven

Folgende Schritte sind zum Betrieb einer Dampflokomotive nötig:
Lagerstellen ölen
Dampföler füllen
Kesselwasser auffüllen
Gas einfüllen
zünden

Öl einfüllen
Ölerdeckel abschrauben und mit dem Heißdampföl bis zur Einstellspindel auffüllen. Kein anderes Öl verwenden. Heißdampföl wird vom Dampf nicht abgewaschen und hat zusätzlich dichtende Wirkung. Anderes Öl könnte zu vorzeitigem Verschleiß oder im schlimmsten Fall zum Klemmen des Kolbens führen. Ölerdeckel wieder schließen.
Die Einstellschraube zwei Umdrehungen aufdrehen. Ist man sich nicht mehr sicher, wo die Einstellspindel steht, dann komplett zudrehen und neu einstellen. Ist die Maschine eingelaufen, genügen auch nur eine oder eineinhalb Umdrehungen. Wann das Kondensat entfernt wird ist eine Glaubensfrage. Lässt man das Kondensat nach der Fahrt ab, läuft eine Öl/Wasserschmiere ab. Das geht leicht, da alles noch warm ist. Wartet man und lässt es erst vor der nächsten Fahrt ab, so hat sich das Wasser und das Öl getrennt und es läuft sauberes Wasser ab, das Restöl bleibt für die nächste Fahrt. Es ist unerheblich, ob der Öler außen oder in der Lok platziert ist.
Aufgefüllt wird der Öler vor jeder Fahrt.
100 ml      Bestell Nr. 51302
250 ml      Bestell Nr. 51301

Als Dichtungen sind bei den Ölern Viton-Ringe verwendet worden, die diese Temperaturen aushalten und vor allem Öl resistent sind. Es nicht nötig, die Verschlußschraube und die Ablaßschraube  mit Gewalt zu schließen, handwarm genügt völlig.
Sollten die Ringe verschleißen oder verloren gehen, können diese nachbestellt werden. Bestell Nr. der Lok und die Teile Nr.  angeben.

Außenliegender Öler z.B. Emma, Frieda, 994701, Else usw.

Wasser einfüllen
Grundsätzlich werden Dampfmodelle mit Kalkfreiem Wasser in Betrieb gesetzt.  Sollte destilliertes Wasser verwendet werden, unbedingt 3-5% Leitungswasser dazu mischen. Mineralienarmes Wasser wird sich anreichern wollen und nimmt es aus der nächsten Umgebung, aus dem Kesselmaterial. Die Folge ist Lochfraß also ein undichter Kessel der unter Umständen nicht mehr zu reparieren ist. Einige Länder in Europa wollen aus diesem Grund reine Kupferkessel verbieten.
Wasser aus Kondenswäschetrocknern oder Luftentfeuchtern eignen sich hervorragend. Regenwasser durch den Kaffeefilter laufen lassen wird auch gerne genommen. Wenn nicht anders vorgesehen, wird das Überdruckventil abgeschraubt und das Wasser mit einem Trichter, Spritflasche, Spritze oder ähnlichem eingefüllt. Überdruckventil wieder einschrauben, es gilt das gleiche wie beim Öler, Handwarm anziehen. Ist ein Speiseventil vorhanden z.B. SKGLB-”U”,  RhB  G 4/5, Stainz, Chiemsee usw. dann wird mit der Druckflasche nachgespeist, auch während des Betriebes. Aufgefüllt wird immer bis ca. 60 - 70% Wasserhöhe. Mindestens 30% Dampfraum sollte vorhanden sein. Zudem dehnt sich das Wasser schon beim Aufheizen aus und  der Dampfraum wird bereits  kleiner. Es soll Dampf und kein heißes Wasser zum Zylinder.

Über das abgeschraubte Sicherheitsventil einfüllen

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Mit Druckflasche über das Speiseventil einfüllen

Gas einfüllen
Unser Katalog zeigt verschiedene Möglichkeiten Gas in einen Gastank einzufüllen. Stellvertretend  nehmen wir den Einhand- Umfülladapter. Er ist praktisch  und man hat immer eine Hand frei. Dieser Adapter Bestell Nr. 50829  wird direkt auf eine Gasflasche  von Rothenberger oder CFH aus dem Baumarkt aufgeschraubt.
Die Lokomotive oder Tender wird mit einer Hand festgehalten, mit der anderen wird die Flasche fest auf das Gaseinfüllventil gedrückt. Sollte das Gas seitlich vorbei gehen oder das Gas entweicht wenn man den Umfülladapter entfernt, dann muss das Ventil geschmiert werden.

Einhand- Gasumfülladapter für CFH und Rohtenberger Gasflaschen
1 Stück Bestell Nr.50829

Wann ist der Gastank voll?
Nach dem Füllvorgang wird der Füllstift eingedrückt und flüssiges Gas entweicht. Kommt es noch gasförmig, also unsichtbar, Füllvorgang fortsetzen.

Feuer zünden
Vor dem Zünden Gashahn kurz öffnen und hören, ob der Brenner sauber bläst. Spuckt er, so wird über den Füllstift etwas Gas abgelassen oder warten bis über die Düse soviel Gas abströmt. Erst wenn ein sauberes Zischen hörbar wird, kann der Brenner gezündet werden. Vorher etwas warten, bis sich das Gas verflüchtigt hat.

Feuerzeug zünden, über den Schornstein halten und das Gas etwas öffnen. Das Gas entzündet sich am Schornstein und schlägt in das Flammrohr zurück. Es ist ein gleichmäßiges Rauschen hörbar. Sollte das Feuer in der Rauchkammer stecken bleiben, wird der Gasregler etwas zurückgedreht, bis es im Flammrohr brennt. Gelingt das nicht, Gasregler schließen, bis das Feuer erlischt. Zündung wiederholen.
Hat es gezündet, dann das Feuer auf kleiner Stufe etwas brennen lassen, ( ca. 20 Sec) dann aufdrehen. Man macht das wegen der Wärmeausdehnung und schont den Kessel. Beim großen Vorbild dauert das eine ganze Nacht.
Achtung!! Gesicht nicht während des Zündvorganges

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Inbetriebnahme

Zeigt das Manometer 2-2,5 bar ab, wird auf Vorwärtsfahrt gestellt und der Dampfregler geöffnet es wird sich noch nichts rühren. Da alles noch kalt ist , wird der erste Dampf kondensieren und die Maschine blockieren. Hat die Maschine Zylinderentwässerung wird diese geöffnet und der nachfolgende Dampf drückt das Wasser aus den Zylindern. Bei allen anderen Maschinen wird das Kondensat über die Abdampfleitung herausgedrückt. In jedem Fall sollte auf die Unterlage geachtet werden, denn es ist schon eine Menge Wasser und Öl. Am besten man richtet sich ein Anfahrgleisstück ein mit einer z.B. Wanne oder ähnlichem.
Je besser die Maschine eingefahren ist, desto besser wird dieser Startvorgang funktionieren. Optimale Fahreigenschaften kommen nach ca 10 Kesselfüllungen. Mit der Zeit gewinnt man Selbstvertrauen und ein Gefühl für die Maschine.
Ist keine Nachspeiseeinrichtung vorhanden, werden die Maschinen so lange gefahren, bis der Druck merklich fällt. Dann wird das Feuer gelöscht. Sollte das Wasser vollkommen verbraucht sein und dadurch die Maschine stehen bleiben, sofort das Gas zudrehen. Der Flammrohrkessel wird so schnell nicht zerstört, solange nicht länger auf einen trockenen Kessel  geheizt wird. Bleibt die Maschine wegen Dampfmangel stehen, ist noch sowenig Dampf vorhanden, um den Kessel noch nicht zu zerstören. Je seltener das passiert, desto länger hält er. Daher Wachsamkeit ist oberstes Gebot!

Ist die Fahrzeit zu Ende, wird der Dampfhahn geschlossen. Aber Vorsicht!   Den Dampfhahn und Gashahn beim schließen nur anlegen und nicht mit Gewalt zumachen.

Die Hähne werden warm und dehnen sich aus, beim Abkühlen ziehen sie sich wieder zusammen. Die Folge ist ein festgeklemmter Hahn, der sich nicht mehr bewegt. Soll ein Fernsteuerservo den Hahn bewegen, kann die Folge eine Zerstörung des Servos sein. Bei Servobetrieb unbedingt im warmen  Zustand den Servoanschluss einstellen.
Zum Putzen des Kessels sollte man warten, bis er etwas abgekühlt ist. Die Einbrennlacke werden unter Hitze an der Oberfläche empfindlich gegen mechanische Einflüsse. Abgekühlt ist wieder unempfindlich.

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Abhilfe für Funktionsstörungen.

1  Brenner zündet nicht!
Gastank ist leer. Gas nachfüllen
Düse ist verstopft: Düse ausbauen und umgekehrt auf den Umfülladapter drücken. Dabei kurz das Gas öffnen, um die Verschmutzung zu entfernen. Verbrennungsluft zu wenig, weil bei verstopfter Düse die Gasgeschwindigkeit zu gering ist und dadurch zu wenig Luft mitgerissen wird. Auch kann der Düsenstock  nach vorne verschoben werden,  um die Luftgeschwindigkeit zu erhöhen. Hilft das nicht, evtl. die Luftbohrung etwas vergrößern.

Bild

2  Der Brenner hat zu wenig Leistung!
Düse ist verstopft (siehe oben Bild 1)
Ist die Luft zu wenig,(siehe oben), gibt es auch eine  schlechte Verbrennung. Gehen Sie mit der Nase über den Schornstein, sollte nur heiße Luft  zu riechen sein. Bei schlechter Verbrennung riecht es nach unverbranntem Gas.

3  Es lässt sich kein Gas einfüllen
Dichtung zu trocken.
Durch die ständige Vereisung beim Einfüllen  des Gases wird dem  Dichtring der Schmierfilm weggewaschen, der Dichtring lässt sich nicht mehr wegschieben, die Füllbohrung wird nicht mehr freigegeben, Gas strömt nicht mehr ein.
Gaseinfüllventil ausbauen, zerlegen, Viton- Ringe mit Vaseline oder Dampföl schmieren, zusammenbauen. Die Ringe müssen leicht auf dem Einfüllstift gleiten. Bild 2
Verschlußschraube nur mit den Fingern zudrehen.

Nach der Fahrt ist der Gastank  warm. Wird er nun befüllt, so expandiert das Gas und lässt keines nach strömen.

Abhilfe
Der Gastank muß also kühl sein. Man kann sich eine zweite Lokomotive kaufen, dann kann sich immer eine abkühlen. Auch ein kräftiger kurzer Gasstrahl aus der Kartusche auf das Füllventil kühlt den Tank ab, dann nimmt er wieder Gas an. Die Lokomotive nicht in der prallen Sonne stehen lassen, das würde ebenfalls zu einer Erwärmung  des Gastankes führen.
Noch etwas zur Physik, um zu verstehen, warum  man kein Gas in den Tank bekommt, wenn er warm ist.
Der erste Gasstrahl, der in flüssiger Form in den Gastank strömt, wird durch die Wärme des Tankes sofort in den gasförmigen Zustand versetzt. Es entsteht sofort ein gleich hoher Innendruck, der kein Gas mehr nach fließen läßt. Erst ein Abkühlen läßt den Druck fallen und ermöglicht uns ein weiteres Auffüllen mit Gas.
Wir verwenden im Dampfmodellbau Butangas. Butangas verflüssigt sich bereits bei 4°C. Das bedeutet, wenn die Außentemperatur nahe der 4°C kommt, vergast es nicht mehr. Deshalb setzen die Hersteller Propangas zu. Aber Propan verflüssigt sich erst bei -17°C.

Dieses Gemisch aus Butan-Propan gibt es im Verhältnis 90/10,  80/20,  70/30,  60/40.
Ein Verhältnis von 80/20 ist eigentlich bei jedem Wetter zu gebrauchen. Wird der Propangasgehalt höher, ist es bei niederen Außentemperaturen zu gebrauchen, bei sommerlichen Temperaturen mit Vorsicht zu genießen.
Bei hohen Temperaturen ist es schwierig, beim Umfüllvorgang das Propan flüssig zu halten. Zudem erzeugt Propan einen sehr hohen Druck im Gastank und wir wollen ja keine rollende Bombe besitzen.

4  Düse verstopft!
Bauen Sie die Düse aus und drücken Sie diese umgekehrt
auf den Gasumfülladapter, öffnen Sie das Gas und lassen etwas Gas durch die Düse  strömen. Die Düse wird dadurch gereinigt. Wieder einbauen. Siehe Bild 1

5  Woran sehe ich, dass der Gastank voll ist?
Nach dem Befüllen des Gastankes drückt man mit dem Fingernagel oder einem kleinen Schraubenzieher den Einfüllstift herunter. Ist der Gastank voll, wird ein flüssiger sichtbarer Gasstrahl austreten. Tritt das Gas unsichtbar aus, wird nachgefüllt. Dauert diese Prozedur des Einfüllens zu lange, wird das Ventil nachgeschmiert. Siehe Abb. 2    Kapitel 3
Spuckt die Düse flüssiges Gas, dann etwas Gas über den Füllstift abblasen lassen. Übrigens braucht die Lok selten das ganze Feuervolumen. Zeigt das Manometer 3 bar an, dann vor der Fahrt den Gasregler zurückdrehen, bis er 3 bar hält, ohne laufend  abzublasen.   Nun gute Fahrt!

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Abhilfe für Funktionsstörungen.

Überall drückt es Wasser heraus

Wenn während des Anheizens am Überdruckventil und an  Stellen, wie Wasserstand, Verschraubungen, Zylinder usw. Wasser austritt, ist mit hoher Sicherheit zuviel Wasser eingefüllt. Während des Heizens  dehnt sich das Wasser aus und nimmt ein grösseres Volumen ein. Ist im Kessel kein Raum mehr vorhanden, wird es sich Wege suchen. Da sich Wasser nicht komprimieren lässt, wird es zu allen Ritzen, Dichtungen usw. ins Freie gelangen. Man ist der Meinung alles wäre undicht. Und zu allem Übel - die Maschine wird gar nicht laufen können. Sie ist ja eine Dampfmaschine und keine Wassermaschine. Daher höchstens 60 % Wasserhöhe, der Rest sollte Dampfraum sein. Da die Zylinder kalt sind, wird der erste Dampf kondensieren, etwas warten, das Wasser wird aus eigener Kraft ausgestossen.


Bleibt das Feuer in der Rauchkammer stecken, führt es zu keiner Dampfentwicklung und zur Zerstörung von Bauteilen.

Grosses Augenmerk muss auf das Feuer im Kessel gerichtet werden.
Beim Zünden sollte wie folgt vorgegangen werden! Feuerzeug zünden und über den Schornstein halten, gleichzeitig öffnet man den Gashahn. Das Gas strömt durch das Flammrohr in die Rauchkammer und durch den Schornstein zur Flamme des Feuerzeuges. Dort wird es entzünden und in die Rauchkammer zurückschlagen.     Bild 4  Sofort wird der Gasregler am Gastank etwas zurückgedreht, um das Feuer in der Rauchkammer aus zuhungern. Es wird beim weiteren Zudrehen das Feuer mit einer hörbaren Geräuschänderung in das Flammrohr zurückschlagen. Bild 5  Mit einem Blick in den Schornstein wird kontrolliert, dass wirklich kein Feuer in der Rauchkammer mehr sichtbar ist. Gelingt das beim ersten Mal nicht, zudrehen und die Zündung wiederholen. Es ist fatal wenn das Feuer in der Rauchkammer stecken bleibt. Es führt unweigerlich zur Überhitzung und zur Zerstörung von Kupplung, Lampen und manchmal auch der Zylindereinheit. Logischerweise wird dort auch kein Dampf erzeugt. Gelingt dieses nicht, Siehe Punkt 1

6 Öler
Der Öler wird mit Heissdampföl vor jeder Fahrt bis über die Einstellnadel gefüllt. Das Einstellrad wird während der Einfahrphase ( ca. 10 Kesselfüllungen) um 2 Umdrehungen geöffnet. Später etwas weniger. An der Ablassschraube wird das Kondensat abgelassen. Sauberes Kondensat zeigt eine tadellose Schmierung an.

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Tipps zum Betrieb von Echtdampflokomotiven

Der Gashahn bzw. der Dampfhahn lässt sich nicht mehr bewegen.

Mit Sicherheit ist der Hahn zu fest zugeschraubt worden. Dazu muss folgendes beachtet werden.
Wird die Maschine in Betrieb genommen werden die Armaturen dabei sehr warm, der Dampfhahn sogar richtig heiss. Dabei dehnt sich das Metall aus. Wird nun der Hahn beim Abstellen der Maschine fest zugedreht, dann wird er sich im kalten Zustand nicht mehr bewegen lassen. Unweigerlich wird sich die Konterung des Handrades lösen. Man sollte bedenken, dass das Feingewinde mit 0,35 mm Steigung,( das sind drei Umdrehungen bis sich die Spindel um einen Millimeter bewegt) beim Erkalten sich so ineinander verklemmt, dass sich nichts mehr bewegen kann. Also Hähne beim zudrehen  nur anlegen und nicht zuknallen.  

Ich gebe Dampf auf die Zylinder, aber es bewegt sich nichts.

Geduld! Macht man den Dampfhahn auf, strömt Dampf in den Zylinder. Da aber der Zylinder im Moment noch kalt ist, wird der Dampf zu Wasser kondensieren. Bei unserem grossen Vorbild wird der Lokführer die Entwässerungshähne öffnen und das Wasser vom nachströmenden  Dampf ausblasen lassen. Bei unseren kleinen Maschinen wird das Wasser auch vom Dampf, aber über den Schornstein ausgeblasen. Da das aber über die Steuerkanäle geschieht, dauert das etwas länger. Die Maschine wird beim ersten Anfahren ruckeln und zuckeln bis das Wasser entfernt ist. Je neuer die Maschine ist, desto länger kann dies dauern. Durch Umsteuern und immer etwas Dampf geben, kann das verbessert werden. Unter der Lok  bildet sich dadurch natürlich eine Wasserlache und ist nicht der Grund, wie manche meinen, dass etwas undicht wäre. Deshalb sollte man zum Anfahren ein Anfahrgleis einrichten, wo das Wasser abgeschlagen werden kann.

Ich habe eine neue Maschine und schon sind Schrauben locker.

Siehe Gashahn- Dampfhahn lässt sich nicht bewegen. Da bei einer Echtdampflokomotive eine sehr große Wechselwirkung entsteht, von heiss und kalt, von Material das sich ausdehnt und zusammenzieht, werden sich unweigerlich auch Schrauben dehnen und zusammenziehen. Daher empfiehlt es sich, nach den ersten Fahrten die  Schrauben nachzuziehen.
Wenn man alte Filme ansieht, wird man beobachten, dass das Lokpersonal vor einer Fahrt immer mit einem Hammer abklopft, um festzustellen, ob sich etwas gelockert hat. Bei einer Maschine, die förmlich lebt, gehört dies zum Alltag. Will man das nicht in Kauf nehmen, muss man elektrische Lokomotiven fahren.

Wie wird der Start der Dampflokomotive leichter ablaufen?

Während der Aufheizphase  wird der Dampfhahn bereits ganz wenig geöffnet. Dadurch strömt der erste erzeugte Dampf bereits in die Zylinder. Da eine Maschine nie ganz dicht sein wird, drückt das Kondensat bereits auf den Kolben  und heizt  den Zylinder an.
Hat die Maschine Zylinderentwässerung, wird sie geöffnet, auch der  Dampfhahn wird ganz wenig geöffnet, dadurch wird der Zylinder durch den Dampf ebenfalls vorgewärmt. Das Kondensat kann durch die Entwässerungsbohrungen den Zylinder verlassen.  Im günstigsten Fall bockt die Maschine nicht und wird sofort anlaufen.


ENDE